Stefan Gesell: Industrial

Kategorie: Stefan Gesell — Bernd Mueller am 24.07.2007
Industrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan GesellIndustrial. © Stefan Gesell

Konventionen sind ihm egal. Wo die einen den Purismus suchen, die Retusche verpönen, auf die Natur oder Schwarz-Weiß-Fotografie als Stilmittel schwören, setzt Stefan Gesell bewusst auf das Künstliche. Den Farbverstärker, den sphärischen Lichtschein, die elektronische Halluzination, den Tiefenrausch.

So wenig „glatt“ wie seine Fotosequenzen ist auch die Biographie Stefan Gesells. Zur Welt kam er 1959 im fränkischen Marktschorgast, nicht weit von Kulmbach. Früh lebte er seine Kreativität dort aus, wo es Mut erforderte oder verboten war: Etwa mit Zeichnungen an Zimmerwänden oder auf den Motorhauben von Autos. Auf Papier aber sprengten seine Bildvorstellungen stets genormte Formate. Bei Skizzen klebte er mehrere DIN A3 Flächen zusammen, um Raum für seine Kreationen zu gewinnen.

Nie mit dem auf Papier Gebannten zufrieden, hat Stefan Gesell beständig nach Techniken gesucht, seine Träume zu visualisieren. Bei Kohlezeichnungen experimentierte der Jugendliche mit räumlicher Tiefe, die er durch Strukturierung mit Altöl erreichen wollte. Das Öl trocknete natürlich nicht. Aber immerhin: Meine Bilder sahen anders aus, wie sich Stefan Gesell erinnert. Vorerst auf keine Akzeptanz für seine Fanatsieprodukte stoßend, widmete er sich schließlich einer ordentlichen Berufsausbildung. Seine Zeit
sollte erst noch kommen.

Science Fiction und Comics wie Witchblade oder E.V.E. beflügelten seine Kreativität permanent. Mit seiner Jugendfreundin und der AGFA Kamera seines Vaters wagte er die ersten fotografischen Umsetzungen seiner heimlichen Traumvisionen. Doch erst mit der digitalen Fotografie und den unendlichen Möglichkeiten der digitalen Nachbearbeitung – mit „virtuellem Altöl“, wie er es nennt- fand er schließlich den Weg, seine ungewöhnliche Ausdruckskraft auszuschöpfen. Spät, gereift und umso intensiver.

>>> zur Homepage von Stefan Gesell

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